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Erkrankungen des Harnapparates der Katze

Der Harnapparat ist das am meisten zu Erkrankungen neigende Organsystem der Katze. Zentrales Organ des Harnapparates stellen die paarigen Nieren dar. Sie reinigen das Blut von harnpflichtigen Stoffen, regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt und sind bei der Herstellung wichtiger Hormone und Vitamine des Körpers beteiligt. Der von der Niere kommende Harn wird über das Nierenbecken, den Harnleiter, die Blase und die Harnröhre ausgeschieden. Chronische Erkrankungen der Niere treten besonders häufig bei alten Katzen auf. Die Harnorgane können sowohl direkt erkranken, als auch als Folge einer Reihe anderer Primärkrankheiten oder Funktionsstörungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Da Erkrankungen der Niere und harnableitenden Wege ein sehr komplexes Krankheitsgeschehen darstellen können, sollte man bei Störungen immer einen Tierarzt aufsuchen. Auch nach schwereren Unfällen ist die Katze, wenn möglich, immer umgehend einem Tierarzt vorzustellen. Es kann zu Verletzungen der Harnorgane gekommen sein. Aber auch in Folge eines hohen Blutverlustes oder eines Schocks kann ein akutes Nierenversagen auftreten. ALLGEMEINE SYMPTOME, die für eine mögliche Erkrankung der Harnorgane sprechen, sind: Die Katze versucht immer wieder Harn abzusetzen. Es kommen aber immer nur einige Tropfen, die mit Blut vermischt sein können, eventuelle Klagelaute beim Harnabsatz sind zu hören, möglicherweise ist ein aufgetriebener Bauch festzustellen. Das Tier kann den Harn nicht halten und hinterlässt überall seine Spuren. Berührungen im Bereich der Nieren oder Blase bereiten eventuell sichtlich Schmerzen. Fieber kann bei Infektionen vorliegen. Bei Katern kann ein sich ständiges Umdrehen nach dem Geschlechtsteil und ein intensives Belecken ein Hinweis auf eine Verlegung der Harnröhre sein. Durstlosigkeit oder vermehrter Durst sind mögliche Anzeichen für eine Erkrankung. Im weiteren Verlauf einer Harnwegserkrankung ist die Katze meist matt, zeigt eine allgemeine Schwäche, Appetitlosigkeit, später ein stumpfes Fell, Durchfall und Erbrechen. Porzellanfarbene Schleimhäute (Anämie) können ebenfalls auf eine Nierenerkrankung hinweisen. URSACHEN FÜR ERKRANKUNGEN der Harnorgane können vielfältig sein: – Angeborene und erworbene Veränderungen (z.B. Zystennieren oder Nierenzysten, Tumore) – Infektionen mit Bakterien und Viren – Entzündungen – Verlegungen der harnableitenden Wege durch Harngrieß oder -steine – Vergiftungen (z.B. mit Frostschutzmitteln) – Verletzungen durch Unfälle oder durch einen Schock sind mögliche Krankheitsauslöser. BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN Zur Behandlung bietet die Biologische Tiermedizin eine große Palette an Möglichkeiten. Die Behandlung ist dabei um so effizienter, je früher man die Hilfsmaßnahmen einsetzt, um irreparable Gewebeveränderungen in Grenzen zu halten. Allgemein sollte bei Harnwegserkrankungen Wärme angewendet werden, wo sie vom Tier angenommen wird. Die Tiere sollten immer Zugang zu frischem Wasser haben und viel trinken, damit sie nicht austrocknen. Bei Verdacht auf eine Nierenerkrankung frühzeitig einen Tierarzt aufsuchen. Er kann durch entsprechende Blut- und Harnuntersuchungen die Schwere der Erkrankung absehen und je nach Situation mit Infusionen den Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Energiebedarf ausgleichen und die Erkrankung mit geeigneten Mitteln angehen. MÖGLICHE BASISMITTEL BEI ERKRANKUNGEN DER HARNORGANE SIND BEISPIELSWEISE Reneel Tabletten und Solidago compositum Ampullen. Zur Stimulation des Immunsystems bei Infektionen bieten sich Echinacea- Produkte an, wie Echinacea compositum Ampullen. Zusätzlich kann man zur Unterstützung des Nierenstoffwechsels Katalysatorenpräparate dem Tier verabreichen. Diese sind z.B. in den Ampullen Coenzyme compositum und Ubichinon compositum enthalten. Dr. Gunther Löw, Tierarzt T i e r e D I E K A T Z E Krankheiten des Harn-Apparates U. Steinle

Eingetragen von...
Name : Sabine Neiß
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