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Rassebeschreibung
ÜBERSICHT ADMIN

Colourpoint

Der früher gebräuchliche Name der Colourpoint-Katzen war Khmer. In der USA heißen sie "Himalayan Cats". Die Colourpoint ist eine sehr moderne Rasse. Sie ist eine Perserkatze mit Siamzeichnung.

Diese Rasse ist eigentlich der Neugierde eines amerikanischen Wissenschaftlers, Dr. Clyde Keeler, zu verdanken. Anfang der dreißiger Jahre fragte er eine damals sehr bekannte Siam-Züchterin, Miss Virginia Cobb, ob sie ihm dabei helfen wolle, durch züchterische Experimente einige Fragen zu klären, die das Zeichnungsmuster der Siam- und die Langhaaarigkeit der Perserkatzen beträfen.

Das erste Zuchtpaar bestand aus einer Siamkätzin und einem silbergestromten Perserkater. Aus dieser Verpaarung entstanden drei kurzhaarige Silbertabbies. Aus einer anderen Verpaarung (Siamkätzin/Smoke-Perser) wurden sieben kurzhaarige Smoke-Kätzchen geboren. Eine weitere Verpaarung zwischen Siam und schwarzem Perser wurde gemacht um fremde Blutlinien einzubringen. Einige Jahre später wurden die ersten Rückkreuzungen vorgenommen. Der erste Wurf bestand aus zwei normal gezeichneten Siamesen, zwei schwarzen Langhaarkätzchen und eines, das auf den ersten Blick wie eine Siam aussah. Seine Fellqualität war aber irgendwie ganz anders, als das der Siamgeschwisterchen. Als die Kleinen ein paar Tage alt waren, gab es keinen Zweifel mehr, dass dieses Kätzchen ein längeres Fell bekommen würde. Leider beendeten Dr. Keeler und Virginia Cobb mit diesem Kätzchen, das den sinnigen Namen "Debutante" erhielt, das Experiment.

1948 wurden in den USA Colourpoints der dritten Generation geboren. Die Züchter waren Dr. Siegfeld und Familie Bernfeld. Angeblich waren auch sie es, die der bisher namenlosen neuen Katzenrasse den Namen "Himalayan" gegeben haben. Der Begriff wurde nach der amerikanischen Bezeichnung für ähnlich gezeichnete Tiere wie Mäuse, Kaninchen und Ziegen gewählt, die im Himalaja-Gebiet auftreten.

Lange Zeit hörte man nicht mehr viel von dieser neuen Rasse. Hin und wieder gab es Züchter, die mehr oder weniger systematisch an dieses Projekt herangingen. Bei dem amerikanischen Züchter Richard Hayden Hood, tauchten in den verschiedensten Würfen immer wieder himalayan-ähnliche Katzen auf. Mr. Hood wußte jedoch nie so recht, wie sie entstanden sein konnten.
Auch in Frankreich sah man gelegentlich solche Katzen. Man muß annehmen, dass es sich um "Fehltritte" von Birmakatzen handelte.

In den USA war es dann Miss Margueritha Goforth aus Kalifornien, die Ende der vierziger jahre mit weißen, blauen und schwarzen Persern wieder ein neues Himalayan-Zuchtprogramm begann. Es dauerte fast zehn Jahre, bis endlich 1957 die Himalayans von den beiden größten amerikanischen Zuchtverbänden als eigene Rasse anerkannt wurde.

Angeregt durch die Veröffentlichungen über Virginia Cobbs Experimente begannen auch in England zwei Züchter mit der Zucht dieser neuen Rasse:Brian A. Sterling-Webb mit seiner "Briarry-Cattery" und Mrs. J.P.Harding, mit den weltberühmten "Mingchiu"-Katzen. Obwohl beide Züchter auch bei null anfingen, nämlich "Siam x Perser" verpaarten, hatten sie doch die glücklichere Hand bei ihrem züchterischen Vorhaben. Die Colourpoints wurden in England zwei Jahre früher als in den USA als eigenständige Rasse anerkannt.

Von Mrs. Harding wird erzählt, dass sie behauptete, sie züchte "man-cats", also "Menschenkatzen". Sie meinte damit, dass sie Katzen züchte, die ganz auf den Menschen fixiert seien. Wer Colourpoints kennt, kann das nur bestätigen.

Unabhängig von den englischen und amerikanischen Experimentalzuchten begann man in den fünfziger Jahren auch in Deutschland mit der gezielten Colourpointzucht. Zu dieser Zeit nannte man sie hier noch Khmer. Die ersten deutschen Züchter waren Frau Henriette Schäfer mit ihren sealfarbenen "Vogelsberg"-Katzen und Frau Rombach mit den ersten blauen Colourpoints "von der Rombachsburg". Inzwischen haben die Colourpoints ihren Siegeszug durch die ganze katzenfreundliche Welt angetreten und die Rasse erfreut sich ständig wachsender Beliebtheit.

Einige Worte zum Wesen der Colourpoint: Sie ist ruhig ohne dabei faul zu sein,freundlich und zutraulich, auch zu fremden Menschen und lebhaften Kindern. Sie fürchtet weder Hund, fremde Katze oder andere Tiere und ist generell sehr kontaktfreudig. Colourpoints benehmen sich sehr manierlich, so dass man wenig Schwierigkeiten hat, wenn man einmal mit ihr verreisen möchte. Außerdem sind sie sehr auf den Mensch bezogen. Das ist einesteils sehr angenehm, fordert aber auch den Besitzer, der sich regelmäßig mit seinem Tier beschäftigen muß. Denn eine Colourpoint braucht ihre tägliche Portion Zuwendung.




Eingetragen von...
Name : Heike Klein
Mein Link: http://www.superschmuser.de

Ein Service des WEB & EDV-Service Guckel & Cattery-Manager