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Rassebeschreibung
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Sphynx

Die Sphynx

Mit Sicherheit ist die Sphynx eine Katze, die die extremsten Empfindungen bei uns Menschen hervorrufen kann. Ihr Äußeres ist wenig dazu angetan Freunde zu finden. Und tatsächlich ruft sie bei den meisten Menschen, hauptsächlich jenen, die sie nie von Angesicht zu Angesicht sahen, geschweige denn sie jemals angefaßt haben, Abneigung hervor.

Wer sich jedoch einmal die Zeit genommen hat und die Gelegenheit genutzt hat, eine Sphynx näher kennenzulernen, anzufassen und mit ihr zu "sprechen", wird von ihrem angenehmen Wesen überrascht, ja geradezu "erschlagen". Hier kann man eigentlich nur noch sagen "urteile nicht nach Äußerlichkeiten". Man sagt zwar auch "Kleider machen Leute", aber dennoch gibt es auch Menschen, die anziehen können was sie wollen und für uns niemals schön sind.
Schon die Azteken sollen haarlose Kastzen gezüchtet haben und in Büchern gibt es Berichte aus der Zeit der Jahrhundertwende über die "Mexikanische Haarlose Katze". Die Geburt von haarlosen Katzen wird bereits seit über 100 Jahren, über die ganze Welt verteilt, dokumentiert.

Die ersten Versuche ein Zuchtprogramm zu entwickeln stammen aus Kanada, aus den 60er Jahren, als eine schwarz/weisse Kurzhaarkatze namens Elizabeth ein haarloses Kitten bekam. Unglücklicherweise was dieses Zuchtprogramm nicht erfolgreich, und die CFA (Cat Fanciers Association), die der Sphynx eine provisorische Anerkennung eingeräumt hatte, widerrief diese provisorische Anerkennung im Jahre 1971, da man zu dieser Zeit glaubte, daß die Sphynx ein lethales (tödliches) Gen trug.

Die Sphynx der heutigen Tage hat ihren Ursprung in zwei spotanen Mutationen von Kurzhaarkatzen. Die erste Mutation geschah 1975 in Wadena, Minnesota. Jezebelle, eine gewöhnliche Kurzhaarkatze, lebte auf der Farm von Milt und Ethelyn Pearson und bekam ein haarloses Kitten, welches später Epidermis genannt wurde. Ein Jahr später bekam Jezebelle ein weiteres haarloses weibliches Kitten, die später Dermis genannt wurde. Epidermis wurde später zu einer der wichtigsten Foundation-Cats in der Sphynx-Zucht. 1978 wurden drei weitere haarlose Kitten in den Straßen von Toronto aufgelesen. Der Kater, Bambi, lebt immer noch in Canada und hat dieses Jahr (1996) im Juli seinen 18ten Geburtstag feiern können. Die beiden Mädchen, Punkie und Paloma wurden nach Holland exportiert, wo sie den Zuchtstamm für die "Europäischen Sphynx" bildeten, deren Spuren somit nach Nordamerika zurückverfolgt werden können.
Über die Jahre konnten weitere haarlose Mutationen verzeichnet werden. Eine der interessantesten Mutationen ist "George Burns of Jinjorbred", ein blau-weisser Kater. Geboren in den Bergen von Tennessee, stammt er aus zwei langhaarigen (!) Eltern. George zeugte typvolle Sphynx-Kitten und ist eine wichtige Ergänzung für die zukünftige Sphynx-Geschichte.

Die Sphynx scheint eine haarlose Katze zu sein, mit Ausnahme eines leichtenm Flaumes auf Gesicht, Ohren, Füßen und Schwanz. Bei Katern auch auf den Hoden. Obwohl sie nicht so aussieht, ist die Sphynx eine anhängliche Katze, die es liebt und genießt geknuddelt zu werden.

Der Kopf ist weder rund noch keilförmig und etwas länger als breit. Er zeigt runde Konturen und eine recht flache Stirn. Das Profil zeigt einen leichten Stop am Nasenansatz. Die Sphynx hat betonte Wangenknochen, ein starkes Kinn und gerundete Schnurrhaarkissen.Die Ohren sind sehr groß, an der Basis weit und offen, die Spitzen gerundet. Innen sind sie völlig haarlos, am Außenrand und auf den Rückseiten ist ein leichter Flaum erlaubt Die Augen sind groß, haben die Form einer Zitrone und sind leicht schräg gesetzt. Die Augenfarbe soll passend zur Fell-(Haut-)farbe sein. Können aber auch grün oder haselnußfarben sein.
Der Körperbau der Sphynx ist mittelgroß, muskulös und denoch eher zierlich. Sie hat einen breiten Brustkorb. Insgesamt wirkt der Körper walzenförmig. Auch der Bauch ist recht breit. Dadurch macht sie den Eindruck, als ob sie gerade sehr gut gegessen hat. Keinesfalls darf sie fett wirken.
Die Beine sind lang und schlank und wirken durch den breiten Körperbau leicht O-förmig. Die Pfoten sind oval, haben verhältnismäßig lange Zehen und dicke Pfotenballen.
Der Schwanz ist lang und zugespitz. Er kann an der Spitze leicht behaart sein.
Fell und Haut
Die Sphinx erscheint haarlos. Sie kann jedoch mit einem leichten Flaum behaart sein. Bei Kitten kann die Haut recht faltig sein. Auch erwachsene Katzen sollten noch recht viele Hautfalten aufweisen, besonders am Kopf. Allerdings sollen die Falten nicht so stark ausgeprägt sein, daß die normalen Funktionen der Katze beeinträchtigt sind (Es werden keine Punkte für die Faltenbildung vergeben). Faßt man sie an, so hat man das Gefühl einen nackten Babypopo zu berühren. Sie darf sich nicht pappig oder klebrig anfühlen.

Bei der Sphynx sind alle Farben, incl. Points, auch mit weiß anerkannt. Weiße Medaillons oder Tupfen werden toleriert.
Fehler sind, wenn die Katze insgesamt klein und zierlich ist, ein Körper der zu dünn ist, zierlicher (feiner) Knochenbau, Körperbau zu perserähnlich oder orientalisch.

© Orjet Droessler

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin



Eingetragen von...
Name : Bernd Aps
Mein Link: http://www.sibirski.de

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