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Rassebeschreibung
ÜBERSICHT ADMIN

Singapura

Singapura
Die Rinnsteinkatze von Singapur wird in den Adelsstand erhoben


Singapura ist der malaiische Name für die Inselrepublik Singapur. Aus ihrer Heimat Singapur, noch genauer, aus den dortigen Rinnsteinen kamen 1970 die ersten Katzen in die USA. Weil sie in Singapur häufig in den Abflußrohren (drains) Zuflucht gesucht hatten, brachten sie den unglücklichen und unattraktiven Spitznamen "Drain Cats" mit. Schnell wurde die Rasse in Singapura umgetauft und gehört damit zu den wenigen, bei denen Herkunft und Rassebezeichnung übereinstimmen.

Es gibt nur eine Variante, die den Namen Singapura wirklich zu Recht trägt. Die Singapura sind extrem kleine Katzen, weibliche Tiere wiegen im Durchschnitt 1,8 kg, Kater erreichen durchschnittlich 2,7 kg. Die Größe, bzw. Kleinheit, ist so außergewöhnlich, daß sie als Rassekriterium dient. Wahrscheinlich ist das niedrige Gewicht ein Überbleibsel des entbehrungsreichen Lebens in der Heimat. Die Jungen entwickeln sich auch sehr langsam und werden nicht vor dem 15.-18. Lebensmonat geschlechtsreif.

Obwohl klein, ist der Körper doch insgesamt muskulös und leicht stämmig. Der Rücken ist etwas gewölbt und geht in einen kurzen dicken Nacken über. Der Kopf ist rundlich mit einer stumpfen mittellangen Schnauze. Hinter den Schnurrhaarkissen gibt es eine deutliche, oberhalb des Nasenrückens eine leichte Einbuchtung. Die Augen sind groß, mandelförmig und schräg stehend. Die Iris ist entweder haselnußbraun, grün oder (gold-)gelb. Die Ohren sind groß, leicht zugespitzt und tief gewölbt. Die Beine sind mittellang mit kleinen schmalen Pfoten. Der Schwanz ist ziemlich kurz mit einem stumpf zulaufenden Ende.

Insgesamt entsteht der Eindruck einer kleinen, aber sehr vitalen Katze. Allerdings ist die Singapura etwas mißtrauisch, scheu und zurückhaltend. Das ist wohl noch darauf zurückzuführen, daß sie, wie alle Katzen in ihrer Heimat, mit Argwohn betrachtet wurde. Bis Anfang der 80er Jahre waren nahezu alle in den USA gezeigten Singapura von der natürlichen Population entnommen.

Das Fell ist sehr fein, seidig und enganliegend. Die Haare zeigen mindestens ein doppeltes dunkelbraunes Ticking. Die dazwischen liegenden Bänder und der Haargrund haben einen hellen warmen Elfenbeinton. Dadurch entsteht eine warme rehbraune Grundfarbe. Ein Aalstrich, der in die immer dunkle Schwanzspitze ausläuft, ist erlaubt. Die Beine sind bis auf die Sohlenstreifen zeichnungsfrei. Die Ohren und der Nasenrücken dürfen auch leicht rötliche Töne haben. Die Augen und der lachsfarbene Nasenspiegel sind dunkelbraun umrandet. Die Fußballen sind ebenfalls dunkelbraun oder braun-rosa.

Die Genetik der Singapura ist eindeutig und durch die lange isolierte Entwicklung sind die meisten Tiere wohl reinerbig. Mit Sicherheit läßt sich das für die dominanten Gene jedoch nicht beweisen. Alle Singapura sind Agouti (A/-), chocolate (b/b), vollfarbig (D/-) und nicht-orange (o/o) bzw. (o/y). Als Zeichnung tragen sie das Abessinier-Tabby (Ta/-). Für letzteres sind sie sicher reinerbig, da die Singapura den Abessiniern, von der Größe einmal abgesehen, recht Nahe stehen. Im Gegensatz zu der Rassebezeichnung gehen nämlich die Abessinier auf Populationen in Südostasien und dem indischen Subkontinent zurück, wo die Mehrzahl der einheimischen Katzen ein geticktes (Abessinier-Tabby) Fell haben.

So ist es nicht weiter verwunderlich, daß der erste Rassestandard bei der Anerkennung durch die CFA im Jahr 1981 dem der Abessinier angeglichen war. Singapura sind in Europa sehr selten und auch in den in den USA noch ziemlich außergewöhnlich. Erst 1989 reiste eine Singapura nach Großbritannien und bekam noch in der Quarantäne ihre ersten Jungen. Aber selbst unter diesen widrigen Bedingungen zeigte sie neben ihrer Treue und Anhänglichkeit eine weitere positive Charaktereigenschaft: Singapura sind berühmt gute Mütter.



Eingetragen von...
Name : Roland Fahlisch
Mein Link: http://www.katzenvilla.de

Ein Service des WEB & EDV-Service Guckel & Cattery-Manager