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Rassebeschreibung
ÜBERSICHT ADMIN

Bengal Cat

Bengal Cat (= Leopardette)

Die "wilde" Bengalkatze (Felis bengalensis) ist eine gefleckte Kleinkatze, deren Lebensraum vom Süden Indonesiens bis zum Himalaya reicht. Aus Gründen der Arterhaltung werden Bengalkatzen schon seit einiger Zeit nachgezüchtet. Obwohl diese Nachzuchten schon einige Generationen von ihren im Dschungel lebenden Vorfahren entfernt sind, zeigen sie keinerlei Anzeichen von Domestikation. Der Weg zur Bengal Cat kann also nur darin liegen, Hauskatzen mit solchen "wilden" Nachzucht-Bengalkatern zu kreuzen. Denn das Ziel der Bengal-Zucht ist es, so nah wie möglich an dem Erscheinungsbild der wilden Bengalkatze (Felis bengalensis) zu bleiben und gleichzeitig das liebenswerte, menschenbezogene Temperament der Hauskatze zu erreichen. Daher wird fast ausschließlich der Name Bengal Cat für diese heute domestizierte Rassekatze verwendet. Der ältere Name Leopardette bringt den ursprünglichen Wunsch zum Ausdruck, eine kleine gefleckte Wildkatze, wie den Leopard oder Ozelot, als Schmusetier im Hause zu haben.
Zwar ist es bei solchen Hybridisierungen unangenehm, daß sich der hier "wilde" Charakter des Bengalkaters auf die F1-Generation vererbt, aber wenigstens zieht die Hauskatzen-Mutter die Kinder problemlos groß. Im umgekehrten Fall ist es nämlich häufig so, daß die "wilde" Bengalkatzen-Mutter, wie alle Wildkatzen, wegen der bedrohlichen Nähe des Menschen den Wurf tötet. Außerdem ist die mütterliche Prägung bei der Erziehung des Wurfes der entscheidende Schritt zur Ausbildung des Hauskatzen-Charakters der Kätzchen. Leider verwischte sich durch die notwendigen häufigen Hybridisierungen mit der Zeit das Erscheinungsbild "Bengalkatze". Damit aber der sich bereits stabilisierende Hauskatzen-Charakter erhalten blieb, wollte man Rückkreuzungen auf "wilde" Bengalkatzen vermeiden. Da bot sich die Egyptian Mau an. Ihr Körperbau und ihre stabile Tupfenzeichnung stehen in gutem Einklang zum Zuchtziel. Sie ist außerdem als naturnahe und zugleich eine der ältesten domestizierten Rassen gut in ihrem Hauskatzen-Charakter gefestigt. Heute erfreuen doch schon eine ganze Anzahl (7./8. Generation) dieser zwar wild aussehenden, aber verschmusten und liebenswerten Stubentiger ihre Besitzer und auf Ausstellungen die Besucher. Da die Domestikation doch noch sehr jung ist, muß die menschenbezogene Aufzucht oberstes Gebot sein. Jedem, der sich mit der Haltung und der Zucht dieser Rasse befassen will, soll von vornherein klar sein, daß nur eine freie Wohnungshaltung in Frage kommt. Zwingerhaltung oder die Haltung in abgeschlossenen, vom Lebensraum der Besitzer getrennten Räumen gefährdet den entwicklungsgeschichtlich jungen Hauskatzen-Charakter der Bengal Cat.
Bengal Cats sind charakterfeste Katzen. Sie sollen neugierig, zutraulich, aufmerksam und freundlich sein. Sie darf zwar immer noch Angst zeigen, versuchen zu entkommen und/oder sich beschweren, wird aber nie eine bedrohliche Haltung einnehmen. Sie ist anhänglich, verschmust und verträgt sich sehr gut mit anderen Katzen und anderen Rassen, da sie von sich aus nicht aggressiv ist. Mit am Eindrucksvollsten bei der Bengal Cat ist die Tupfenzeichnung. Daher steht auch im Rassestandard: Der Kontrast zur Grundfarbe muß möglichst groß sein. Tupfen und Streifen sollen scharf abgegrenzte Konturen haben und unregelmäßig oder horizontal ausgerichtet verteilt sein. Die Stirn trägt ein klares M. Von den äußeren Augenwinkeln und von den Backen führen kräftige breite Streifen zum Hinterkopf. Streifen auf den Schultern sind erlaubt. Der Bauch muß gepunktet sein. Die Grundfarbe kann von gelb über beige bis orange variieren. Die Zeichnung ist schwarz oder ein sehr dunkles braun. Wie bei jeder Tabby-Katze sind die Schnurrhaarkissen, das Kinn, die Brust, der Bauch und die Innenseiten der Beine hell bis weiß. Die Augen, der ziegelrote Nasenspiegel und der Mund sollen schwarz umrandet sein. Die Fußballen und die Schwanzspitze müssen schwarz sein.
Der Körper der Bengal Cat gleicht dem der Wildkatze. Sie ist groß, schlank und sehr muskulös. Das Becken liegt etwas höher als die Schultern, daher ist sie sprunggewaltiger als viele andere Rassen. Der Kopf ist keilförmig mit breiter Basis und abgerundeten Konturen, länger als breit, aber nicht so schlank wie bei den wilden Bengalkatzen. Bei erwachsenen Katern sind "Backen" erlaubt. Das Profil zeigt eine leichte Einbuchtung zwischen Stirn und Nasenrücken. Der Nasenrücken verbreitert sich erst oberhalb der Augen. Die Nase hat vorn eine ganz leicht Wölbung. Die Nase ist groß und breit, der Nasenspiegel ist leicht gewölbt. Die Schnauze ist groß und breit mit eindrucksvollen Schnurrhaarkissen und gut angesetzten Wangenknochen. Die Augen sind oval, evtl. leicht mandelförmig, groß, aber nicht hervorstehend. Erlaubt sind alle Farben außer blau. Die Ohren sind mittelgroß, vorzugsweise kurz mit breiter Basis und abgerundeten Spitzen. Haarbüschel sind unerwünscht. Die Beine sind relativ kurz, wobei die Hinterbeine kürzer sind als die Vorderbeine. Die Pfoten sind sehr groß und rund. Der Schwanz ist lang und muskulös. Das Fell der Bengal Cat ist kurz bis mittellang und kann bei Jungtieren etwas länger sein. Es ist dicht, üppig und außergewöhnlich weich beim Anfassen.


Eingetragen von...
Name : Monika Fahlisch
Mein Link: http://www.katzenvilla.de

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