Katzen Gallery
Korat
  Beschreibung
Standard
Züchter
Zuchttiere
Deckkater


Rassebeschreibung
In Thailand, dem Herkunftsland der Korats, genießen die seltenen Katzen ein hohes Ansehen und gelten als Glücksbringer (Si-Sawat-Katze). Die Silberspitzen der Korat symbolisieren Reichtum und die Fellfarbe gleicht der von Regenwolken. Dies erklärt, warum die Korat in Dürrezeiten, als Teil einer Prozession, durchs Dorf getragen wird, in der Hoffnung, daß dann der Regen einsetzt. Auch reichlichen Kindersegen sollen sie bescheren und deshalb legt man Frischvermählten eine Si-Sawat ins Hochzeitsbett.
Die Korat bezieht ihren Namen von der nordthailändischen Provinz Korat. Hier soll die Korat gehäuft vorgekommen sein, und als sich König Ram V (1868-1910) nach den Katzen erkundigte und man ihm mitteilte, daß sie aus Korat kämen, beschloß er, daß sie auch so heißen sollten; so jedenfalls die Legende.

Die Augen der Korat sind bestechend groß und werden im Smud-Khoi of Cats (Katzengedichtebuch), einer alten Handschrift aus der Ayudhyaepoche (1350-1767) blumig als "Tautropfen auf einem Lotusblatt" beschrieben.
Die Augenfarbe bei neugeborenen Kätzchen ist, wie bei allen Katzenbabies, blau. Die Korataugen durchlaufen einen Entwicklungsprozeß, der über braungelb zu gelbgrün und schließlich zu einem leuchtenden Hellgrün führt. Dieses Grün wird als "Peridotgrün" bezeichnet, und markiert die Endstufe eines Entwicklungsprozesses, der bis zu 3 Jahren dauern kann. Nicht nur in der Augenfarbe ist die Korat ein Spätentwickler. Sie wird oft als "häßliches Entlein" bezeichnet, die sich langsam aber kontinuierlich zum schönen Schwan mausert, was allerdings seine Zeit braucht. Eine fünf- oder sechsjährige Korat stiehlt jeder Einjährigen die Schau. Die Augenform der Korat ist rund. Die Augen wirken im Gesicht der Katze fast übergroß. Mandelförmige Augen werden auf Ausstellungen als Fehler gewertet. Auch muß eine Ausstellungskorat über genügend Abstand zwischen den Augen verfügen.
Ein weiteres auffälliges Merkmal einer (erwachsenen) Korat ist die zweifache Herzform des Kopfs und des Gesichts. Die über den Augen laufende Wölbung der Stirn zeichnen eine Herzlinie, deren Seiten zu einem kräftigen Kinn laufen. Das Gesichtsherz sitzt auf einem herzförmigen Kopf. Diese Kombination verleiht der Korat ein außerordentlich harmonisches Profil, dessen Schönheit sich der Betrachter nur schwer entziehen kann. Die Nase muß sich in dieses profil einfügen, und darf deshalb weder zu lang noch zu kurz sein, da sonst die Herzform "gedehnt" oder "gedrückt" wird. Der Nasenrücken sollte in löwenartiger Abwärtskurve zum Nasenspiegel führen. Ein leichter Stop zwischen Stirn und Nase ist erwünscht.
Das Fell der Korat ist enganliegend und seidig. Die Fellfarbe ist silbrig blau, wobei die Silberung auf die Haarspitzen beschränkt bleibt (tipping). Das Blauspektrum geht von dunkel bis hell, wichtiger allerdings ist das Silbertipping. Je mehr Tipping eine Korat hat, desto höher ist ihr Wert als Show- und Zuchttier.
Weiche Linien und Konturen sind Umschreibungen, die treffend den Körper der Korat charakterisieren. Er darf nicht zu langgestreckt sein, sondern muß dem Betrachter einen rundlich-eleganten Eindruck vermitteln. Im Fachjargon wird dieser Typ, der weder orientalisch noch Plumptyp ist als "semi-cobby" (halbschwer) bezeichnet. Der Körper einer Korat ist muskulös. Weibliche Korats wiegen ungefähr 3 Kilogramm, Koratkater liegen bei ungefähr 5 Kilo.
Der Schwanz einer Korat sollte am Ansatz breit sein und sich dann zu einer abgerundeten Spitze verjüngen. Der Schwanz ist mittellang.
Da die Korat eine natürlich entstandene Rasse ist, findet man nichts Extremes an ihr. Das primäre "Zuchtziel" ist die Rasse in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten.
Korats sind anhängliche Katzen, die sehr verspielt sind. Berufstätige sollten von Anfang an zwei Korats halten. Die lebhaften Katzen haben natürlich auch ihre Schmusephasen, in denen sie einfach nur gehätschelt werden wollen. Korats gehen eine enge Bindung mit ihren Besitzern ein, wobei man eigentlich sagen müßte, daß man selbst von seiner Korat besessen wird. Korats haben leise melodische Stimmen, und sind nicht besonders redselig.
Die Korat erfreut sich in Skandinavien und Großbritannien größerer Beliebtheit als in den deutschsprachigen Ländern Europas. Besonders den skandinavischen Züchtern ist es zu verdanken, daß die Korat 1982 bei der FIFe anerkannt wurde.
Mit freundlicher Genehmigung...
Bernd Pollesche
Platinum Koratkatzen
www.korats.de